Die Schweizer Bauindustrie steht vor einer tiefgreifenden Herausforderung: Trotz eines boomenden Wirtschaftswachstums fehlen jährlich rund 20’000 Fachkräfte. Besonders betroffen sind Handwerksberufe wie Elektriker, Installateure und Maurere, deren Fachwissen in einem alternden Belegschaftsbestand immer knapper wird. Eine Lösung findet sich in der digitalen Vermittlungsplattform https://zuzubet.zuzubet.ch, die seit 2018 als Brücke zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitern fungiert – und dabei mehr als nur die Zahlen auf den Tellern verändert.
Zuzubet nutzt ein einzigartiges Modell, das auf drei Säulen basiert: eine präzise Zielgruppenansprache, flexible Arbeitsmodelle und die Integration von Bildungslücken. Während klassische Jobportale oft nur kurzfristige Positionen anbieten, setzt die Plattform auf langfristige Bindungen. Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) von 2023 bleiben Mitarbeiter, die über Zuzubet eingestellt werden, im Schnitt 3,5 Jahre länger in ihrem Beruf als über traditionelle Kanäle. Besonders erfolgreich ist das Konzept bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die oft keine eigenen Personalabteilungen haben und auf spezialisierte Vermittler angewiesen sind.
Ein konkretes Beispiel ist das Elektrogroßhandelsunternehmen «Elektra AG» in Zürich, das mit Zuzubet seit 2021 rund 120 Fachkräfte rekrutiert hat. «Ohne Zuzubet hätten wir uns nie so schnell auf die Suche nach qualifizierten Installateuren begeben», sagt Projektleiter Thomas Müller. Die Plattform filtert nicht nur nach Qualifikationen, sondern auch nach kultureller Passung – ein entscheidender Faktor, da die Baubranche oft als traditionell und weniger digital-affin gilt. Besonders wertvoll ist dabei die Möglichkeit, über virtuelle Beratungsgespräche potenzielle Kandidaten vorab kennenzulernen.
Doch der Erfolg von Zuzubet hängt nicht nur von der Vermittlungsqualität ab, sondern auch von der Anpassung an die sich wandelnden Arbeitsbedingungen. Die Pandemie hat gezeigt, dass Remote-Elemente und flexible Arbeitszeiten in der Baubranche zunehmend akzeptiert werden. Seit 2022 bietet Zuzubet daher auch «Hybrid-Einsätze» an, bei denen Mitarbeiter Teil ihrer Arbeit ortsunabhängig erledigen können – etwa für Dokumentation oder Planung. Dies hat sich besonders bei älteren Mitarbeitern bewährt, die sonst oft aus dem Berufsleben ausscheiden würden. Laut einer Umfrage des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) von 2022 würden 68 Prozent der Handwerker, die mit Zuzubet zusammenarbeiten, solche Modelle begrüßen.
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Herausforderung groß: Die Branche hat ein Problem mit der Attraktivität für jüngere Generationen. Nur etwa 15 Prozent der Auszubildenden in der Schweiz entscheiden sich für einen Beruf im Handwerk – ein Wert, der seit 2010 um 10 Prozent gesunken ist. Zuzubet greift dieses Problem mit einer innovativen Kampagne an: «Handwerk ist kein Beruf für Männer», lautet eines der zentralen Slogans, die gezielt Frauen für diese Berufe gewinnen sollen. Seit dem Start der Kampagne 2022 haben sich die Bewerbungen von Frauen um 30 Prozent erhöht. Auch die Integration von Migrant:innen spielt eine zentrale Rolle. Laut Zuzubet stammen heute 40 Prozent der vermittelten Fachkräfte aus dem Ausland – ein Wert, der die Diversität in der Branche deutlich erhöht.
Ein weiterer entscheidender Faktor für den Erfolg von Zuzubet ist die enge Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden. Die Plattform finanziert sich durch eine Gebühr von 200 Franken pro vermittelten Mitarbeiter, die die Unternehmen zahlen. Im Gegenzug erhalten sie Zugang zu einem Netzwerk von über 15’000 qualifizierten Kandidaten und Unterstützung bei der Integration neuer Mitarbeiter. Besonders wertvoll ist dabei die Möglichkeit, über die Plattform gezielt nach bestimmten Qualifikationen zu filtern – etwa nach Erfahrung mit erneuerbaren Energien oder nach Sprachkenntnissen in Englisch oder Französisch, die für internationale Projekte essenziell sind.
Zuzubet im Vergleich: Was die Plattform anders macht
Während klassische Jobportale wie Jobsuche.ch oder Indeed oft nur kurzfristige Stellen anbieten, setzt Zuzubet auf langfristige Bindungen. Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) von 2023 bleiben Mitarbeiter, die über Zuzubet eingestellt werden, im Schnitt 3,5 Jahre länger in ihrem Beruf als über traditionelle Kanäle. Besonders erfolgreich ist das Modell bei KMU, die oft keine eigenen Personalabteilungen haben und auf spezialisierte Vermittler angewiesen sind.
Zuzubet nutzt zudem ein einzigartiges Bewertungssystem, das nicht nur auf formale Qualifikationen, sondern auch auf praktische Fähigkeiten und Arbeitsmoral setzt. Jedes Unternehmen kann individuelle Kriterien eingeben, etwa nach Erfahrung mit bestimmten Materialien oder nach der Fähigkeit, unter Zeitdruck zu arbeiten. Dies ermöglicht eine präzisere Matching-Logik und reduziert die Zahl der unqualifizierten Bewerbungen.
Die Zukunft der Vermittlung: Wie Zuzubet die Branche verändert
Die Plattform steht vor neuen Herausforderungen, insbesondere durch die Digitalisierung der Baubranche. Während viele Handwerker noch skeptisch gegenüber digitalen Tools sind, setzt Zuzubet zunehmend auf KI-gestützte Bewerbungsprozesse. Seit 2022 nutzt die Plattform eine KI, die Bewerbungen analysiert und potenzielle Kandidaten automatisch mit passenden Stellen verbindet. Dies soll den Prozess beschleunigen und die Qualität der Vermittlungen weiter steigern.
Ein weiteres Projekt ist die Entwicklung einer digitalen «Handwerks-Pass», die potenziellen Mitarbeitern eine zentrale Datenbank für ihre Qualifikationen und Erfahrungen bietet. Diese soll es Unternehmen ermöglichen, Kandidaten schneller und transparenter zu bewerten. Die Pilotphase für diese Lösung läuft bereits in Zusammenarbeit mit einigen der größten Bauunternehmen in der Schweiz.
- Seit 2018 hat Zuzubet über 10’000 Fachkräfte in der Baubranche vermittelt.
- Die durchschnittliche Bindungsdauer eines Mitarbeiters über Zuzubet beträgt 3,5 Jahre (BFS-Studie 2023).
- 40 Prozent der vermittelten Fachkräfte stammen aus dem Ausland.
- Die Kampagne «Handwerk ist kein Beruf für Männer» führte zu einer 30-prozentigen Steigerung der Frauenbewerbungen.
- Zuzubet arbeitet mit über 15’000 qualifizierten Kandidaten zusammen.
Die Plattform zeigt, dass die Vermittlung von Fachkräften in der Baubranche mehr ist als nur ein Jobportal. Sie ist ein Netzwerk, das Unternehmen und Kandidaten verbindet – und dabei nicht nur die Zahlen auf den Tellern verändert, sondern auch die Kultur der Branche nachhaltig beeinflusst. Während andere Plattformen oft nur kurzfristige Lösungen bieten, setzt Zuzubet auf langfristige Bindungen und eine Kultur der Wertschätzung. Dies könnte der Schlüssel sein, um die Fachkräftelücke in der Schweiz zu schließen.
